Nicole Thurn
Verfasst von Nicole Thurn

01. September 2020

Unterweisungen im E-Learning

Unterweisungen müssen nicht trocken, kompliziert und fad sein. Mit interaktivem E-Learning lernen die Mitarbeiter für den Ernstfall.

Haben Sie schon einmal die Brandschutzbestimmungen in Ihrem Unternehmen gelesen? Oder sich mit der DSGVO im Detail beschäftigt? Kennen Sie die Bestimmungen zum Infektionsschutz gegen Covid-19? Wenn nein – lag es vielleicht an der trockenen Textwüste, durch die Sie sich hätten kämpfen müssen?

Datenschutz, Brandschutz, Sicherheit in der Produktion und am Arbeitsplatz: solche Inhalte können sehr wichtig sein, um Unternehmen und Mitarbeiter zu schützen. Und Unterweisungen am Arbeitsplatz in Sachen Arbeitsschutz sind Pflicht. Allerdings machen schriftliche Handlungsanleitungen, ob digital oder ausgedruckt, in der Regel wenig Lust darauf, sich ernsthaft mit der Thematik auseinanderzusetzen und somit ist dieses Wissen häufig nicht in den Köpfen aller Mitarbeiter nachhaltig verankert.

Unterweisung mal anders: Interaktive E-Learnings, die Spaß machen!

Genau das ist die Aufgabe von Laura Schüler. Als Projektmanagerin Digitales Lernen bei der WEKA MEDIA GmbH und Co. KG konzipiert sie via E-Learning spannende und unterhaltsame Sicherheitsunterweisungen für Unternehmen und für die verschiedenen Fachbereiche des WEKA Verlags. Sie schreibt das Drehbuch samt Sprechertexten und setzt es mit dem Tool Articulate StoryLine um. Die Audios werden von einem Tonstudio erstellt – Grafiken und kleine Animationen sind fixer Bestandteil der E-Learning-Tutorials. Dabei setzt man auf Interaktivität und anschauliche Bewegt-Comics und Grafiken, die das visuelle Gedächtnis stimulieren. Laut Hirnforschung werden Bewegtbilder im Vergleich zu Texten 60.000 Mal rascher im Gehirn verarbeitet. Inhalte aus Videos bleiben zu 50 Prozent im Gedächtnis gespeichert, bei Texten sind es – ich schreibe es höchst ungern – nur zehn Prozent. Wichtig ist in beiden Fällen eine emotionale und bildhafte Aufbereitung.

Lernen wirkt am nachhaltigsten, wenn die Menschen selbst Handlungen setzen.

Das lösen wir mit Tools und Aufgaben, die explorativen Charakter haben“, sagt Laura Schüler. Die User seien Mitgestalter ihres Lernprozesses: „Sie sollen die Inhalte selbst entdecken und die Handlung mit beeinflussen - wie beispielsweise mit Schiebereglern, Drag & Drop-Aufgaben oder Entscheidungsbäumen.“ Bei Letzterem erhalten die Mitarbeiter zwei oder drei Handlungsvarianten, wie sie beispielsweise im Bereich Arbeitssicherheit nach einem Stromunfall handeln oder wie sie Kisten am Arbeitsplatz richtig und sicher transportieren. Sie klicken auf den Button ihrer Wahl und werden weiter angeleitet. Nach der Entscheidung gibt es ein animiertes Fazit, ob es die richtige Auswahl war und mit welchen Folgen im Falle einer falschen Entscheidung zu rechnen wäre. So werden Dos und Don’ts in Sachen Schutzmaßnahmen aller Art rasch und einleuchtend deutlich gemacht.

Werfen Sie einen Blick in unsere E-Learnings zu Themen wie Arbeitsschutz, Brandschutz und Co.!

Das Wichtigste sei, dass die Mitarbeiter real mögliche Situationen anschaulich und risikofrei durchspielen können: „So können die Mitarbeiter die Konsequenzen ausprobieren, ohne dass im echten Leben etwas passieren muss“, sagt Schüler. Auch Drag & Drop-Handlungen sind Bestandteil der E-Learnings, etwa beim Training zum Datenschutz in Sachen sichere Passwörter. In einer Übung werden etwa Teilelemente eines Passworts vorgegeben, die man bestmöglich zusammensetzen soll. Das System gibt Feedback, welche Anordnung die sicherste ist und warum.

Auszug E-Learning Informationssicherheit

Dies ist ein Auszug aus dem WEKA Web Trainer für Informationssicherheit - Sicher unterwegs: Passwörter.

Innovative E-Learning-Ansätze bieten sich also gerade dort an, wo Lernen für die Praxis bisher komplex und trocken war. Dann wird die lästige Pflicht zur erkenntnisreichen Erfahrung.

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